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04 Juli 2018

Follow the Moskwa..

... down to Gorki Park: Willkommen in Moskau, einer Stadt die wie jede anständige Großstadt eine Menge Ohrwürmer für den dafür anfälligen Besucher parat hat (I'm looking at you, Dschinghis Khan!). Diese beiden Beispiele sind aber nur Platz 2 und 3 in der Top 3 der Moskau-Ohrwürmer, Platz eins der 'Lieder mit Moskaubezug die jeder mag' -und damit auch logischerweise Platz eins auf meiner Sightseeing-Liste- gehen ganz klar an einen anderen Klassiker: den Tetris Soundtrack! Neben der Titelmusik natürlich vor allem die Musik aus dem "Belohnungs-Clip" mit den diversen startenden Raketen am Ende:


Die Basilius-Kathedrale ist -passend zum Tetris-Ohrwurm den man bei ihrem Anblick von außen sofort bekommt- aus mehreren kleinen Kapellen zusammen gesetzt, was die Besichtigung ein bisschen kompliziert macht, da man sich über asymmetrische Treppen, durch gelangweilte Flußkreuzfahrt-Touristen und diverse Rundgänge wuselt. Belohnt wird man durch spektakuläre Ausblicke auf den Roten Platz, russische Gesangseinlagen und eine Menge Gold und mittelalterliche Kunst.

Irritierend sind -neben besagten gelangweilten Touristen die sich dort nicht freiwillig aufhalten- die diversen Souvenirstände im Inneren und der Ticketschalter vor der Kirche: es gibt eine kleine Bude mit zwei Treppchen und zwei Fenstern an denen man Tickets kaufen muss, an einem Fenster ist eine Schlange, an dem anderen wartet niemand, und man bekommt sofort seine Karte.












03 Juli 2016

Viertelfinale gegen Frankreich: warum Island gewinnt

Weil Frankreich bei diesem Turnier noch kein Spiel gezeigt hat bei dem sie mich 100% überzeugt haben: oft haben ein paar starke Minuten und -gerade in der Vorrunde- eine starke Schlussphase zum französischen Sieg gereicht

Weil Frankreich in den ersten 10 bis 15 Minuten jeder Partie bei der EM sehr anfällig war und sich erst mal ins Spiel rein finden musste

Weil Island -passend dazu- bis zur 20. Minute bereits drei Mal getroffen hat

Weil bei Griechenland 2004 auch immer gesagt wurde "so, jetzt reicht es aber, jetzt sind sie fällig" und sie dann im Viertelfinale gegen Frankreich doch wieder gewonnen haben

Weil bei Frankreich Spieler gesperrt sind, bei Island nicht

Weil Frankreich später in Saint Denis mit Sicherheit mehr unter Druck stehen wird als die Isländer mit ihrer "OK, wir machen jetzt einfach mal, mal schauen wie es ausgeht"-Mentalität

Weil bei Island mit Aron Gunnarrsson der Spieler mit den gefährlichsten Einwürfen seit Harald Katemann spielt (bereits zwei Torvorlagen durch Einwürfe im Turnier). Allerdings ist er angeschlagen und konnte unter der Woche nicht mit der Mannschaft trainieren

Weil: Dreierkette ;)

Und nicht zuletzt: weil das Team-Quartier von Island in Annecy ist, und Annecy ist so schön, dass man dort -Traumreiseziel Island hin oder her- einfach so lange wie möglich bleiben möchte... ;)

Palais de l'Isle imFluß Thiou

Annecy wirkt wie eine schöne Mischung aus "Venedig in klein", Calw und einer Kulisse eines Miyazaki Filmes

Der Lac d'Annecy. Im August gibt es wieder den jährlichen Wettkampf "wer kann am schnellsten durch schwimmen?". Damit es spannend wird und jeder mit machen kann gibt es drei verschiedene Strecken.

Die Burg über der Altstadt von Annecy, Museum und Aussichtspunkt über den See.

04 Juni 2016

Impressionen aus Lyon - Wetter Update

Impressionen aus Lyon - sobald das Wetter besser wird und ich ein bisschen Zeit habe geht es endlich in die Altstadt, Lyon ist offensichtlich wunderschön wenn es nicht regnet!

Und zumindest das mit dem Wetter wird schon noch, es hat heute -zum ersten Mal seit letzten Samstag!- noch überhaupt nicht geregnet und gerade scheint sogar die Sonne - werde sicherheitshalber morgen mal wieder meine Sonnenbrille einpacken und versuchen nur mit einer Jacke zur Arbeit zu gehen... ;)

Arbeit: es wird langsam. Mittlerweile kenne ich die Kamera-Teams die in der Umgebung arbeiten und hier bei mir ihr Material nach Paris überspielen, waren alle schon hier und nett. Neben dem technischen Workflow der steht gibt es deswegen seit gerade eben auch einen organisatorischen Ablauf der für alle hier zu passen scheint, sehr gut. Der Kabelsalat ist auch entwirrt bzw verklebt und versteckt - ab jetzt kann es von mir aus also richtig los gehen!

Vor allem bin ich gespannt wie es hier im Stadion an den Spieltagen und dem Tag davor (an dem die Mannschaften die hier spielen schon hier trainieren und eine Pressekonferenz und Interviews geben) ist - kann noch nicht einschätzen ob es an diesen Tagen extra Arbeit geben wird oder nicht, werde mich überraschen lassen. Dauert ja auch noch ein bisschen, leider...

01 Juni 2016

DER GROESSTE COMIC DER WELT!!!1!1!!1

Gestern in Lyon in einem Einkaufszentrum gesehen: der grösste Comic der Welt! Ist wohl ein Anteaser für die Comicmesse Lyon BD Festival das hier bald stattfindet.

Die Geschichte ist die klassische "jemand wird in etwas hinein gezogen / Zeitreise / Dimensions-Tunnel"-Geschichte, gefällt aber trotzdem. Ein bisschen komisch fand ich nur dass am Eingang zwar steht "1 Scénariste et 2 storyboarders" aber deren Namen nirgendwo standen, zumindest habe ich sie nicht gefunden. Schade.




 
Der längste Comic der Welt ist also 1,6 Kilometer lang, falls jemand eine Geschichte hat und diesen Rekord brechen möchte: ich bin dabei! Dann bräuchten wir nur noch 160 Kilo Papier und mehrere Schulen mit insgesamt mehr als 250 Schülern und Freiwilligen... ;)
 

03 Juli 2014

Menschen im Hotel

Für alle die denken das Leben in Hotels ist aufregend, luxuriös und angenehm hier ein paar Impressionen aus unserem Hotel in Barra da Tijuca - aufregend, luxuriös und angenehm... ;)
Unter der Türklinke sind Kratzer die aussehen wie von einem Schlüssel. Komisch dass man hier eigentlich  Schlüsselkarten verwendet...
Kabel, Treppenhaus.
Die Flecken im Gang sind über Nacht plötzlich da gewesen und auch über Nacht plötzlich wieder weg - nur lagen drei Tage dazwischen...
Steckdose, Treppenhaus.
Kabel 2, Treppenhaus.
Beleuchtung, Treppenhaus.
Interessante Malerarbeiten, Treppenhaus.
Steckdose an der Decke auf dem Gang über der Zimmertür.
Zimmertür, geschlossen.
Die ganzen losen Kabel und Steckdosen sind nur auf den ersten Blick witzig, wenn man weiß dass in der doch relativ kurzen Zeit in der wir hier sind schon zwei Menschen an Stromschlägen gestorben sind weil sie ungeschützt an irgendwelchen Leitungen gearbeitet haben ist das schon wieder zu krass.

28 Juni 2014

Streets of Barra da Tijuca


"Hier in Rio sind die Straßen echt super! Zum Glück fahren die Busfahrer langsam & die Busse haben gute Stoßdämpfer!"

"The streets are super here in Rio! Fortunately the bus drivers drive slowly and the shock absorbers work well!"

27 Juni 2014

Extra Sir, you have no talent! One Shirt.

Lost in translation - again...

Die Leute hier sind fast ausnahmslos alle sehr freundlich und hilfsbereit, aber: so gut wie niemand spricht hier englisch, nicht einmal ansatzweise - was alles ein wenig verkompliziert und teilweise ins Absurde gleiten lässt. Die schönsten Beispiele aus der Rubrik "Lost in Translation" der letzten Wochen:

Am ersten Tag habe ich versucht beim Zimmerservice eine Lasagne zu bestellen, nach einer fast 24 Stunden langen Reise der einfachste Weg an was zu essen zu kommen, dachte ich. Wenn man beim Room Service anruft kann das allerdings eine Weile dauern: das Telefon wird solange im Kreis weiter gegeben bis jemand dran ist der englisch spricht, bzw denkt dass das so ist... Zeichensprache am Telefon ist ein bisschen schwierig, aber es hat am Ende doch geklappt.
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Ein weiteres lustiges Abenteuer: Schuhkauf in Barra Shopping. Da es hier doch relativ häufig regnet, meine Schuhe nicht mehr die allerneuesten sind und ich keine Lust auf nasse Füße habe war mein Plan eigentlich "schnell in der größten Mall Südamerikas neue Schuhe kaufen". Das schnell kann man hier zwar sowieso vergessen, aber wenn man dann noch auf englisch einem nur portugiesisch sprechenden Schuhverkäufer den Unterschied zwischen "Size 11 US" und "Size 11 UK" erklären muss sollte man ein bisschen Zeit einplanen... Nach einigen vergeblichen Versuchen blieb er ziemlich lange im Lager des Ladens verschwunden, begleitet vom Geräusch fallender Kartons. Zurück kam er mit einem Wägelchen voller Schuhkartons: ALLE Schuhe in 11 die er finden konnte! Allerdings auch in allen Farben die er finden konnte... Nachdem der Stapel mit den aussortierten knallgelben, pinken und allgemein irgendwie zu bunten Schuhen immer höher wurde kam dann der Höhepunkt: per Telefon wurden einfach die befreundeten Schuhverkäufer aus den anderen Läden der Mall zusammen getrommelt und schon hatte ich nach ca einer Stunde im Schuhladen neue Schuhe, inklusive viel Händeschütteln, Schulterklopfen, Daumen hoch und Fotos... Beim Rausgehen habe ich als Souvenir noch schnell ein Flamengo-Trikot für mich mitgenommen, was mit vielen hoch gereckten Daumen und allgemeiner Zustimmung endete. Bezahlt, Portemonnaie und Trikot in die Tasche, Taxi gesucht und ab zurück ins Hotel. Das Taxameter hat vor dem Hotel irgendwas unter 40 Real angezeigt, also mit Trinkgeld 40, und um an mein Geld zu kommen musste ich das Trikot aus der Tasche nehmen. Ergebnis: der vorher leicht schüchterne Taxifahrer der kein Wort englisch konnte und dem ich den Weg zurück mit dem Finger auf der Karte zeigen musste (unser Hotel ist in den meisten Navigationsgeräten nicht eingetragen) flippt total aus, steigt aus, geht zum Kofferraum und holt was raus: ein Flamengo Trikot aus der letzten Saison! Wieder große Freude und Schulterklopfen und er weigert sich meine zwei Zwanziger zu nehmen da ich ja offensichtlich großer Flamengo-Fan bin (wenn der wüsste dass ich mich für das Trikot entschieden habe weil es meinen normalerweise bevorzugten Trikotfarben am nächsten kommt...). Letztlich haben wir uns auf "Zwanzig für jeden von uns" geeinigt, eine herzliche Umarmung und ab zum nächsten Kunden. Möchte nicht wissen was passiert wäre wenn ich ein Botafogo Trikot gekauft hätte... ;)
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Lost in Translation funktioniert natürlich auch anders rum: eigentlich waren wir uns ziemlich sicher am Strand einen Teller Fisch bestellt zu haben... Überhaupt dieses ganze Sprach-Chaos hier: ich muss ständig mein Hirn zwischen deutsch und englisch hin und her schalten...
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Die bisher lustigste Episode war in der Wäscherei: alle sind sehr aufgeregt und nett als ich meine diversen Uniformteile zum Waschen bringe, aber wieder - niemand spricht englisch außer mir... Allerdings war ich anscheinend nicht der erste HBS Mitarbeiter der seine blauen Hemden vorbei gebracht hat, sie waren vorbereitet und hatten eine Übersetzungs-App aufs Handy geladen. Blöd nur: sie war für portugiesisch und englisch, und die brasilianische Variante der Aussprache hat mit der Sprache die man in Portugal spricht recht wenig zu tun (ein Kollege der fließend portugiesisch spricht hat mir heute erst erzählt dass er NICHTS versteht wenn er mit Brasilianern spricht und immer hofft dass jemand da ist der englisch kann - er selber ist Franzose...). Also: nach dem Zählen der Wäschestücke etwas brasilianisches ins Handy sprechen, warten bis die App alles ins Englische übersetzt hat und dann hören was die Computerstimme sagt. Nämlich:

"Extra Sir, you have no talent! One Shirt."

Nun ja, ich habe ziemlich gelacht und wir haben den Satz mehrmals mit google translate hin und her übersetzen müssen bis das Rätsel gelöst war: ich habe einen Rabatt bekommen weil ich gleich fünf T-Shirts abgegeben habe... :)

01 Dezember 2013

Europa League in Liberec - Vokale sind aus

Ctvrtek 28.11.2013, Slovan Liberec - SC Freiburg - eine gute Gelegenheit mein tschechisch zu verbessern! Zu meinem enormen Wortschatz bestehend aus "Liščí" (Fuchs), "proč?" (warum?) und "Jak se vám jako první?" (Wie geht es Dir?) sind noch die Vokabeln "Trenér", "úspěch" (Erfolg) und "mrazivý" (eiskalt) gekommen, die Reise nach Liberec hat sich also auch unabhängig vom Ergebnis gelohnt. 
Stilllllleben - Impressionen aus der Kälte 
Unseren niedlichen Ultras war es anscheinend auch etwas kalt vor dem Anpfiff.
Die bunte Choreografie auf der severni tribuna kurz vor dem vykop.
Das Stadion u Nisy in Liberec hat 9900 Plätze und erinnert ein bisschen an das Dreisamstadion früher. Ganz früher. Und ohne Freibad nebenan.
Zum Spiel: es hakelt und ruckelt immer noch etwas, speziell die ersten 15 Minuten nach der Halbzeit hat es teilweise schon sehr geknirscht was das Spielerische angeht. Aber: ein 1345761%ige Steigerung im Vergleich zum letzten Ausflug nach Estoril würde ich sagen. Überhaupt: wer hätte gedacht dass man mit nur einem Spiel eine Bilanz so drehen kann: da wir gewonnen haben heißt es jetzt beeindruckend "Von 5 Spielen diese Saison in der Europa League nur eines verloren", hätten wir verloren hieße es "von 5 Spielen diese Saison in der Europa League keines gewonnen". So gesehen alles super gelaufen, es gibt die Chance aufs Weiterkommen in die Playoffs, ein bisschen Extra-Geld für den Stadionbau und vielleicht noch eine Auswärtsfahrt irgendwohin in Europa nächstes Jahr.

12 November 2013

Nachtrag: Europa League, Estoril / Lissabon

Tag 1: Europapokal zusammen mit @Zugzwang, @mit2iundk, @whatapass und gefühlt wesentlich mehr Freiburgern als Portugiesen in Estoril - lustig war's! Wenn man vom Ergebnis und dem vorangegangenen Spiel mal absieht natürlich... Zum Spiel vielleicht nur kurz folgendes:

- wie schon in der ganzen Saison bisher gilt: wir sind zu langsam, sowohl bei der Ballannahme allgemein als auch beim Umschalten von "kaum vorhandenem Angriff" auf "Harakiri-Abwehr"

- das Spielniveau hat sich ebenso wie der Schiedsrichter dem Veranstaltungsort angepasst: Kreisklasse, höchstens.

- zu Null gespielt, juhu. :l
Beim Blick über das Estadio António Coimbra Da Monta in Estoril wundert man sich dass es im Sommer ernsthafte Diskussionen darüber gab ob wir im Dreisamstadion überhaupt Europa League spielen dürfen: wir haben immerhin 4 Tribünen und mehr als einen Eingang! Und eine Anzeigetafel! Und Beschallung für alle Blöcke! Und kein Malzbier im Stadion! In Freiburg am Stadion gibt es sogar mehr Parkplätze als an der Bezirkssportanlage Estoril... ;)

Man beachte die malerische Kulisse: landestypische Bunker mit Blick auf das beeindruckende "Stadion".

Auch ein blöder Job: leere Busse von Fußballmannschaften durch Europa fahren und auf die Mannschaft warten die fliegt. Muss ehrlich sagen dass ich ein bisschen enttäuscht darüber bin dass der SC das auch so macht und nicht vor Ort einen Bus mietet - eine wahnsinnig sinnlose Spritverschwendung. Das bisschen Geld für die Fracht die man dann für den ganzen Kram zahlen müsste der sonst im Bus mit fährt sollte nicht das Problem sein.

Freiburg Fans: gefühlte 10000! ;)

Estoril Fans: gefühlte 200...

Ja, es hat geregnet. Ja, wir hatten trotzdem Spaß und ja es war trotzdem warm. Übrigens: auch wenn der ein oder andere Ticker-Schreiber und manche TV Aufnahmen das anders sahen - soooo schlimm war es dann doch nicht, das bisschen Sprühregen war sogar ganz lustig und passte perfekt zur Gesamtsituation "Europapokalspiel auf einem Sportplatz der 7. Liga".

Links: der offizielle Parkplatz des Stadions. Rechts: falls jemand eine günstige Wohnung sucht - diese vier Blöcke sind relativ leer. Und: man kann bei Flutlichtspielen eine Menge Strom sparen weil man kein Licht braucht! ;)

Tag 2: Lissabon im Schnelldurchgang. Es gibt mit Sicherheit bessere Voraussetzungen sich eine Stadt anzuschauen als Zeitnot, eine röchelnde Stimme und eine latente Genervtheit über das vergeigte Spiel am Abend zuvor, aber: ein paar Fotos habe ich trotzdem gemacht:

Ob hier früher mal ein Pferdemetzger war?

Symbolbild: Portugal.
Symbolbild: der SC Freiburg in der Saison 2013/2014. :/




Leipzig. Lissabon.


Auf Wiedersehen Portugal, nach Liberec zum nächsten Spiel geht's mit dem Auto!